Newsletter 20. Mai 2022
ERZIEHUNGSDEPARTEMENT

Heiter kommt man weiter: Das Schulblatt widmet sich dem Humor

Kaum eine Lehrperson würde sich ja als völlig humorlos bezeichnen. Doch was ist damit im Kontext des Unterrichts eigentlich gemeint? Das Schulblatt hat sich im Schwerpunkt seiner neuen Ausgabe auf die Suche gemacht, wo Humor an den Schulen seinen Platz hat. Humor könne nicht nur als Lernbeschleuniger für die Schülerinnen und Schüler wirken, sondern sei auch eine sehr wirksame Burn-Out-Prävention für Lehrpersonen, sagt im Interview etwa die Basler PH-Dozentin Annamarie Ryter (Bild), die seit vielen Jahren Kurse zum Einsatz von Humor im Unterricht gibt. Im neuen Schulblatt erinnern sich zudem Patti Basler, Dominic Deville und andere prominente Kunstschaffende, für die Humor ein wichtiges Arbeitsinstrument geworden ist, an ihre Anfänge in der Schulzeit. Und quasi als Beleg, dass Schule schon früher nicht immer todernst sein musste, wird der Schwerpunkt durch ein paar Perlen aus den «Schulgeschichten» des Gymnasiallehrers Otto Zumstein abgerundet. Mehr
Conradin Cramer im Gespräch mit dem höchsten Basler Lehrer
Was müssen Lehr- und Fachpersonen heute alles leisten? Wie sollten wir in der Schule mit der Digitalisierung umgehen? Und warum würde Simon Rohner am liebsten zu jedem Unterricht den passenden Raum dazu gestalten? Über solche Fragen hat sich der Vorsteher des Erziehungsdepartements in der jüngsten Folge der Reihe «Kaffee mit Cramer» während 45 Minuten auf Instagram mit dem Präsidenten der Kantonalen Schulkonferenz (KSBS) unterhalten. Das Video kann (auch ohne Instagram-Account) via diesen Link angesehen werden.  
Neuer Leitfaden als Hilfe bei der Vermittlung der Checkresultate
Als Hilfsmittel für die Gespräche über die Check-Ergebnisse hat der Kanton Aargau zusammen mit der PH FHNW zusätzlich zu den Leitfragen weitere Unterrichtsmaterialien entwickelt, die es Klassenlehrpersonen erleichtern sollen, über die Ergebnisse ins Gespräch zu kommen und diese in den Unterricht einfliessen lassen können. Dieser Leitfaden kann auf der Website im Kanton Aargau heruntergeladen werden. Ergänzend dazu gibt es Moderationskarten und eine Powerpoint-Präsentation, die ebenfalls frei zugänglich aufgeschaltet sind. Mehr
Sek Theobald Baerwart lud zum Ehemaligen-Treff - und 250 kamen

Die Sekundarschule Theobald Baerwart hat alle Schülerinnen und Schüler, die seit 2015 dort ihren Volksschulabschluss gemacht haben, zu einem Wiedersehens-Apero eingeladen. Rund 250 «Ehemalige» folgten vor einer Woche der Einladung, nicht nur «ihre» Lernateliers wiederzusehen, sondern auch ihre Lehrpersonen und ehemaligen Schulkolleginnen und -kollegen zu treffen. Dabei gab es - dem Vernehmen nach - viele Tränen der Freude, interessante Gespräche und, wie früher in den grossen Pausen, wurde im Hof eifrig Tischtennis oder Fussball gespielt.  

KANTONALE SCHULKONFERENZ (KSBS)
KSBS prüft Bericht zur Evaluation der Leistungschecks
An der GeKo 2017 wurde eine Resolution zur Abschaffung der Leistungschecks an der Volksschule angenommen. Aufgrund der abschlägigen ED-Antwort definierte die KSBS mit ihren Gremien ihre «Schmerzgrenze» bezüglich der Bereitschaft, an der Weiterentwicklung und Optimierung der Checks mitzuwirken. Auch aus der Politik erwuchs den Checks beträchtlicher Widerstand – z.B. in Form einer Motion im Grossen Rat (später in einen Anzug umgewandelt). Von Erziehungsdirektor Conradin Cramer wurde eine «harte Evaluation» angekündigt, die nun endlich in einer - noch vertraulichen - Fassung vorliegt. An der KSBS-Vorstandssitzung stellten die (externen) Expertinnen und Experten von «Interface» die Ergebnisse vor und beantworteten Rückfragen aus dem KSBS-Vorstand. Die KSBS wird den Bericht intern besprechen und ihre Rückmeldung spätestens im Herbst 22 dem ED geben. Mehr
SCHULE UND DIGITALITÄT
Lernmodul «Refresh eduBS-Book» für Sekundarschulen 

Mit welchem Tastaturkürzel kann ich einen Text kopieren? Und mit welcher App kann ich Fotos bearbeiten? Das neue ILIAS-Lernmodul «Refresh eduBS-Book» zum selbstlernen bietet zu diesen und vielen weiteren Fragen einen interessanten Überblick: Kurze Infos, gespickt mit interaktiven Arbeitsaufträgen bieten die Möglichkeit, in der Primarschule erworbene Kompetenzen aufzufrischen und allfällige Lücken selbständig zu schliessen. Mehr

TIPP DER WOCHE
Willkommen im Anthropozän - Gratisführungen für Schulklassen
Die «Kulturstiftung Basel H. Giger» bietet zu ihrer aktuellen Ausstellung «Sleeping with the Gods»  kostenlose Führungen für Schulklassen aller Altersstufen an. Die vom Künstler Carlo Borer konzipierte Ausstellung kombiniert verschiedene Objekte, die an der Schnittstelle zwischen der Naturwissenschaft und Kunst anzusiedeln sind, zu einer monumentalen Installation. Diese sollen die Besucherinnen und Besucher dazu animieren, sich mit Fragen der Artenvielfalt und der Zukunft  der steigenden Weltbevölkerung auseinander zu setzen. Hinter jedem Teilwerk von «Sleeping with the Gods» stecken, wie Telebasel berichtet hat, minutiöse Recherchen, mathematisch detaillierte Berechnungen und Geschichten zum Lauf der Evolution im Anthropozän (Zeitalter des Menschen). Die Ausstellung an der Spitalstrasse 18 dauert bis zum 10. Juli und ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Anmeldungen für Führungen sind zu richten an: Rebecca Eigen (r.eigen@kbhg.ch oder 078 876 84 06). Mehr
Weitere Tipps für Schulen auf dem
MEDIENSCHAU

LCH schlägt Alarm wegen Personalengpässen an Schulen
Der Verband der Lehrpersonen (LCH) schlägt  alarmierende Töne an: Die Qualität in der Volksschule könne angesichts der zunehmenden Personalengpässe nicht mehr überall gewährleistet werden. Es brauche dringend höhere Löhne, mehr ausgebildetes Personal und ein besseres Berufsimage. Der oberste Schulleiter der Schweiz fordert auf der Newsplattform Nau, dass die Quereinsteigerausbildung auch finanziell attraktiver werden müsse. Und Romain Lanners, Direktor des Schweizerischen Zentrums für Heil- und Sonderpädagogik, kritisiert auf Radio DRS, dass die Ressourcen für die integrative Schule heute nicht richtig verteilt würden. 

Berufslehren lösen bei vielen einen Motivationsschub aus 
Nach den Sommerferien dürfte gut die Hälfte der Schulabgängerinnen und -abgänger in der Schweiz eine berufliche Grundbildung beginnen. Eine Auswertung der Daten des nationalen Kinder- und Jugendsurveys COCON der Universität Zürich legt nun den Schluss nahe: Die Berufslehre löst bei den Jugendlichen tendenziell etwas aus, was das Gymnasium nicht schafft: einen Motivationsschub. Anders als am Gymnasium, wo keine Fortschritte sichtbar waren, hätten Jugendliche in der Berufslehre bis zum Alter von 18 Jahren im Schnitt einen Sprung in Sachen Lern- und Leistungsmotivation gemacht, heisst es in einem Bericht der NZZ. Mehr 

Genf lehnt Reform der Sekundarschule hauchdünn ab
Mit einem Nein-Stimmen-Anteil von 50,8 Prozent hauchdünn abgelehnt hat das Genfer Stimmvolk eine Reform der Sekundarstufe I. Neu sollte der Unterricht  in den ersten zwei Jahren der Sekundarschule nicht mehr getrennt in drei (sehr ungleich grossen) Zügen, sondern gemeinsam stattfinden – in Fächern wie Mathematik, Deutsch, Französisch und Englisch allerdings weiterhin auf unterschiedlichem Niveau. Ausserdem sollten die Klassen künftig statt wie heute im Schnitt 19,5 höchstens 18 Kinder umfassen. Ein Referendum von bürgerlicher Seite gegen dieses Modell, das eine Annäherung an andere Westschweizer Kantone gebracht hätte, setzte sich damit an der Urne durch. Die Lehrpersonenverbände hatten Stimmfreigabe beschlossen. Mehr 
Kritik an zu hoher Durchfallquote bei Lehrabschlussprüfungen
Im Jahr 2021 fielen gemäss einem Bericht der «Sonntagszeitung» 5889 Jugendliche durch die Lehrabschlussprüfung. Dass die Durchfallquote mit 8,2 Prozent gut doppelt so hoch ist wie bei Maturitätsprüfungen, wird als alarmierendes Zeichen gewertet, zumal der Anteil beispielsweise in einigen baunahen Berufen noch deutlich höher liegt. Einen Spitzenplatz belegten 2021 die Lüftungsanlagenbauer, wo 42 Prozent die Prüfung nicht bestanden haben. Im Artikel werden Gründe für diese Entwicklung gesucht. Von Seiten der betroffenen Jugendlichen wird dabei der Vorwurf laut, sie seien nicht genug auf die Prüfungen vorbereitet, sondern als billige Arbeitskräfte missbraucht worden. Ein Experte fordert deshalb ein verstärktes Monitoring der Kantone. Mehr  
...UND DANN AUCH DAS NOCH
Gymnasium musste für Abschlussprüfungen Panzerknacker in Uniform beiziehen    
Weil das Zahlenschloss des Schultresors defekt war, musste die Schulleitung eines Gymnasiums im niedersächsischen Bocholt die Feuerwehr rufen, um an die dort eingeschlossenen Maturprüfungen heranzukommen. Unter dem Jubel des Kollegiums konnten die Panzerknacker in Uniform den Safe öffnen - und die Prüfungen konnten mit einer Stunde Verspätung stattfinden. Mehr
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